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Vom Bundesfachverband öffentliche Bäder e.V. wurde ein Bädergutachten zur Situation der Freibäder in Trier und unter dem Aspekt der möglichen interkommunalen Zusammenarbeit ausgearbeitet. Hieraus ergeben sich wesentliche und beachtenswerte Hinweise und Vorgaben:
- Das Einzugsgebiet von jetzt ca. 118.000 Einwohnern ist für die Zukunft auf Grund der demografischen Entwicklung und der Wegeentfernung von anderen Trierer Stadtteilen in Bezug auf ihre Nähe zu anderen Freibädern in der Umgebung um ca. 20% auf 95.000 Einwohner zu reduzieren.
- Auf Grund dieser Tatsache und des Ansatzes von 0,04 m² Wasserfläche pro Einwohner, die vom Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz angesetzt wird, sowie des maroden Zustandes in Bezug auf die Bausubstanz und Technik ist dieses Bad wenig attraktiv, um sich im Standortvergleich zukünftig positiv zu positionieren.
- Es ergeben sich wesentliche Vorgaben, auch unter deren Einbeziehung im Gesamtkontext zum Trierer Nordbad, die insgesamt eine Reduzierung der Wasserfläche um ca. 20 bis 25 % (= ca. 850 m²) bedeuten:
Durch die Veränderung des Charakters des Bades vom reinen Sportbad zu einem attraktiven Freizeitbad, u. a. durch Reduzierung der Schwimmbahnen von 8 auf 6, Realisierung neuer Attraktionen im Wasser, wie z. B. Wasserfall, Strömungskanal, Bodensprudler, Treppenanlage, Wasserliegen, Massagestationen, Wellenball, behindertengerechte Einstiege und am Beckenrand Kommunikationszonen mit Möblierung am Beckenrand, Trendsportanlagen und eine Vorrichtung zur Ermöglichung von Veranstaltungen, wie z. B. eine Bühne. Das Bädergutachten prognostiziert nicht nur den Erhalt des Status Quo bei den Nutzerzahlen, sondern auch eine 10%-ige Steigerungsmöglichkeit
- Eine attraktive Gastronomie sollte gegeben sein
- Aktives Badmanagement mit Events und sonstigen Sonderveranstaltungen
- Eine veränderten Preisgestaltung, um neue Nutzergruppen, wie z. B. junge Familien und ältere fitte Menschen zu generieren und um die Besucherzahlen zu halten bzw. mit diesen ganzen Attraktionen und einem Eventmanagement um ca. 10 % steigern (bei einer reinen Sanierung erwartet der Gutachter einen erheblichen Besucherrückgang).
Die weiteren Punkte und Aspekte des Gutachtens sind in einer synoptischen Gegenüberstellung von Ist- und Soll-Empfehlung aus der Anlage 1 zu ersehen.
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